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DNS-Konfiguration – Tipps und Tricks für Pardot

Veröffentlichungsdatum: Apr 13, 2026
Beschreibung

Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient nur als allgemeine Orientierungshilfe. Jedes DNS-System ist anders, und die Besonderheiten Ihres jeweiligen Anbieters müssen von Ihrem IT-Team bearbeitet werden. Der Pardot-Support kann keine spezifischen Anleitungen zur DNS-Konfiguration zur Verfügung stellen.

In Pardot gibt es zwei Funktionen, die im DNS-System zusätzlich konfiguriert werden müssen, um ordnungsgemäß zu funktionieren: Die E-Mail-Sendungs- und Tracker-Domäne. 

Dies ist auch als Begleitartikel zu unserer Dokumentation für folgende Konfigurationen vorgesehen:

 E-Mail-Sendungsdomäne
 Tracker-Domäne

Lösung

E-MAIL-SENDUNGSDOMÄNE

Die Domäne, die zum Senden von E-Mails verwendet wird, wird durch die E-Mail-Adressen Ihrer Benutzer festgelegt. Wenn Sie beispielsweise eine Pardot-E-Mail senden und dabei als Absender susan@examplecompany.com auswählen, wird die Domäne examplecompany.com verwendet. Das bedeutet, dass diese Domäne in Pardot konfiguriert werden muss und dass die DNS-Einträge hier erfolgen müssen. Falls Ihre Benutzer unterschiedliche Domänen verwenden, müssen sie alle einzeln konfiguriert werden.

Die E-Mail-Sendungsdomäne umfasst 3 separate DNS-Einträge:

1. SPF (Sender Policy Framework):

Dieses wird durch einen TXT-Eintrag in der Domäne dargestellt, die in Pardot konfiguriert wird. Pardot erwartet für den Eintrag standardmäßig folgenden Wert:
v=spf1 include:aspmx.pardot.com ~all

Dies setzt jedoch voraus, dass im SPF keine weiteren Daten enthalten sind. Wenn Sie bereits über eine SPF-Anweisung für einen anderen Service verfügen sollten Sie die Pardot-Daten einfügen und dabei alles in einer Anweisung lassen. Das könnte in etwa folgendermaßen aussehen:
v=spf1 include:example.com include:aspmx.pardot.com ~all
Dabei ist entscheidend, dass die Anweisung mit "v=spf1" beginnt, mit "~all" endet und dass dazwischen der Ausdruck "include:aspmx.pardot.com" vorhanden ist. 


Stattdessen können Sie einige Ausnahmen verwenden:

  • In einer SPF-Anweisung können unter allen Einfügungen nur zehn Nachschlagevorgänge verwendet werden. Durch das Einfügen von Pardot werden bereits zwei verwendet. Sollte diese Obergrenze in Ihrer Anweisung überschritten werden, können Sie "include:aspmx.pardot.com" durch "include:et._spf.pardot.com" ersetzen, wodurch nur ein Nachschlagevorgang genutzt wird.
  • Die Anweisung kann an mit "-all" anstatt mit "~all" enden. Der Ausdruck "?all" funktioniert jedoch nicht. 
  • Wenn für Ihren Pardot-Account eine dedizierte IP-Adresse verwendet wird, können Sie anstelle der standardmäßigen Pardot-Einfügungen einen IP4-Mechanismus verwenden. Beispiel:

v=spf1 IP4:{{dedizierte Pardot-Sende-IP hier einfügen}} ~all

Dabei sollten Sie allerdings berücksichtigen, dass dadurch für den auf der Seite der Pardot-Domänenverwaltung angezeigten SPF-Eintrag ein Fehler angezeigt wird. Das liegt daran, dass die Überprüfung durch Pardot sehr speziell ist. Auch wenn nicht genau das gesuchte Element gefunden wird, bleibt die Anweisung gültig. Das trifft auch zu, wenn die für Pardot erforderlichen Informationen innerhalb des SPF in einer Unterdomäne oder einer Umleitung enthalten sind. Während die Umleitung eine externe SPF-Prüfung korrekt besteht, zeigt Pardot einen Fehler an, weil es nicht über die erste Domäne hinaus nach Einträgen sucht. 
 

2. DomainKey-Richtlinie:

Auch hierbei handelt es sich um einen TXT-Eintrag im DNS. Für die Richtlinie muss der Eintrag in der Unterdomäne _domainkey.yourdomain.com vorhanden sein und folgenden Wert enthalten:
t=y; o=~;
Wenn DKIM in Ihrem Unternehmen bereits konfiguriert ist, wäre diese Unterdomäne bereits vorhanden, und Sie können den Wert dort eintragen. Anderenfalls müssen Sie eine erstellen und dabei sicherstellen, dass sie auf die Domäne _domainkey.yourdomain.com verweist (dies wird in DNS-Systemen häufig als "Host" bezeichnet).

 

3. DomainKey:

Auch hierbei handelt es sich um einen TXT-Eintrag. Der Wert ist ein eindeutiger, für Ihren Pardot-Account festgelegter Schlüssel. Zum Abrufen des Werts können Sie zu Administrator | Domänenverwaltung navigieren und neben Ihrer E-Mail-Sendungsdomäne auf den Link Erwartete DNS-Einträge klicken.

Genau wie bei der DomainKey-Richtlinie wird auch hier auf eine Unterdomäne verwiesen:
200608._domainkey.yourdomain.com

HINWEIS: Standardmäßig wird ein 1024 Bit-Schlüssel verwendet. 2048 Bit-DKIM-Schlüssel sind auf Anfrage für Pardot-Accounts mit dedizierten Sende-IPs verfügbar. Falls Sie eine dedizierte Sende-IP verwenden und einen 2048 Bit-DKIM-Schlüssel benötigen, protokollieren Sie einen Support-Kundenvorgang, um diese Anfrage zu übermitteln.
 

TRACKER-DOMÄNE:

Die Tracker-Domäne (auch CNAME genannt) ist im Wesentlichen eine Maske, die Sie über Ihren Pardot-Datenbeständen platzieren, sodass diese als Branding Ihren Firmennamen und nicht den von Pardot erhalten. Allgemeine Informationen dazu finden Sie hier: Tracker-Domänen

Eine vollständig validierte Tracker-Domäne besteht aus zwei Teilen:

1. Dem CNAME-Datensatz in Ihrem DNS. Im Gegensatz zur Konfiguration der E-Mail-Sendungsdomäne handelt es sich hierbei nicht um einen TXT-Eintrag, sondern um einen CNAME-Eintrag. In diesem Eintrag soll als Host (oder Domäne) die ausgewählte Tracker-Domäne festgelegt sein. Gängige Optionen sind go.yourdomain.com, www2.yourdomain.com oder marketing.yourdomain.com. Diese müssen auf go.pardot.com verweisen.

Nach der Konfiguration können Sie die korrekte Funktionsweise testen, indem Sie zum URL der Tracker-Domäne (z. B. marketing.yourdomain.com) navigieren – dieser sollte entsprechend der Pardot-Accounteinstellungen auf Ihre Website umleiten. 

Hinweis: DNS-Systeme können unterschiedliche Konfigurationen für internen und externen Datenverkehr aufweisen. Wenn Sie Ihre Pardot-Datenbestände über das interne Netzwerk Ihres Unternehmens nicht erreichen können, sie aber ansonsten problemlos geladen werden, stellen Sie sicher, dass der CNAME-Eintrag auch in der internen Weiterleitung vorhanden ist – ein A-Datensatz allein reicht nicht aus. 

2. Dem Validierungseintrag. Dies kann durch eine von zwei Möglichkeiten erreicht werden:

  • Ein TXT-Eintrag im DNS für die Stammdomäne. Wenn Sie beispielsweise marketing.yourdomain.com als Tracker-Domäne verwenden, muss sich der Validierungseintrag in yourdomain.com befinden. Genau wie beim DomainKey handelt es sich auch hierbei um einen eindeutigen Wert, der über die Seite "Domänenverwaltung" in Pardot abgerufen wird. Der Schlüssel befindet sich unter der Meldung "Nicht validiert" für die Tracker-Domäne. 

- oder -

  • Sie können die Validierungsdatei von Pardot herunterladen. Dabei handelt es sich um eine einfache Textdatei, die den Schlüssel enthält. Klicken Sie auf der Seite "Domänenverwaltung" auf "Tools" und wählen Sie "Validierungsdatei herunterladen" aus. Laden Sie die Datei anschließend ins Stammverzeichnis der übergeordneten Domäne hoch. Die Datei sollte unter www.yourdomain.com/pardot_XXXXXX.txt verfügbar sein (wobei "XXXXXX" für Ihre Pardot-Account-ID steht).


Nachdem beide Einträge an der richtigen Stelle eingefügt wurden, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Klicken Sie auf der Seite Domänenverwaltung auf den Link Validieren, um den Vorgang abzuschließen.
  2. Nach der Validierung der Domäne können Sie auf das Zahnradsymbol klicken und Als primär festlegen auswählen. 
Dadurch werden die URLs all Ihrer Domänen so geändert, dass sie diese Domäne verwenden. Beachten Sie, dass immer nur jeweils eine Domäne als primäre Domäne festgelegt sein darf.

Hinweis:

In einigen DNS-Systemen (wie beispielsweise GoDaddy) wird Ihre Domäne automatisch an den angegebenen Hostnamen angehängt. Wenn der Host beispielsweise "_domainkey.yourdomain.com it may propagate as _domainkey.yourdomain.com.yourdomain.com" wäre, könnte es aufgrund der Verdoppelung der Domäne zu Problemen kommen. In solchen Fällen sollte als Host lediglich "_domainkey" festgelegt werden.

Nummer des Knowledge-Artikels

000381907

 
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