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Verwalten von Abrechnungsprozessen mit Salesforce Billing
Dynamische Rechnungspläne

Dynamische Rechnungspläne

Sie können einen Rechnungsplan mit kundenspezifischen Beträgen und Abrechnungsintervallen definieren. (Verwaltetes Salesforce Billing-Paket)

Erforderliche Editionen

Verfügbar in: Salesforce Billing Version Spring '18 und höher

Viele Kunden haben Rechnungsanforderungen, die auf Meilensteinen oder Projektabnahmen basieren. Diese Workflows erfordern angepasste Abrechnungstermine, die nicht den üblichen Abrechnungsintervallen wie monatlicher oder vierteljährlicher Rechnungsstellung entsprechen. Möglicherweise müssen Sie auch Rechnungsbeträge definieren, die je nach bestimmten Kriterien variieren. Sie können z. B. 10 % des Betrags eines Auftragsprodukts für die erste Abrechnungstransaktion abrechnen. Sie können dann 25 % bei der ersten Zustellung und den Rest nach der endgültigen Zustellung in Rechnung stellen.

Mit Salesforce Billing können Sie einen benutzerdefinierten Rechnungsstellungsprozess mithilfe des Objekts "Rechnungsplan" festlegen, das Rechnungsplanposten enthält. Sie können einen Verweis auf einen Rechnungsplan in einem Abrechnungsverfahren festlegen. Wenn Sie ein Auftragsprodukt in Rechnung stellen, bei dem das Feld "Abrechnungshäufigkeit" auf "Rechnungsplan" festgelegt ist, überprüft Salesforce Billing den Rechnungsplan, auf den im Abrechnungsverfahren Ihres Auftragsprodukts verwiesen wird. Anschließend wird dieser Rechnungsplan Ihrem Auftragsprodukt zugeordnet.

Ihr Rechnungsplan enthält Rechnungsplanposten, die das kundenspezifische Verhalten für eine Rechnungstransaktion angeben. Sie können angeben, ob Sie ein Auftragsprodukt auf Basis eines Prozentsatzes oder Restbetrags seines Gesamtbetrags in Rechnung stellen möchten. Sie können auch definieren, wann Salesforce Billing das Auftragsprodukt in Rechnung stellen und gegebenenfalls einen benutzerdefinierten Servicezeitraum bereitstellen kann. Das Feld "Verarbeitungsreihenfolge" bestimmt die Reihenfolge, in der Salesforce Billing die Posten eines Rechnungsplans auf das Zielauftragsprodukt anwendet.

Wichtig
Wichtig
  • Dynamische Rechnungspläne unterstützen keine Änderungen.
  • Dynamische Rechnungspläne unterstützen keine Rechnungsplanposten für Pauschalbeträge.
  • Dynamische Rechnungspläne unterstützen nicht die Änderung der Abrechnungshäufigkeit von "Rechnungsplan" zu einem wiederkehrenden Wert wie "Monatlich", nachdem das Auftragsprodukt aktiviert wurde. Wiederkehrende Abrechnungshäufigkeiten können nach der Auftragsproduktaktivierung nicht mehr zu "Rechnungsplan" geändert werden. Wenn Sie eine solche Änderung vornehmen möchten, deaktivieren Sie zuerst das Auftragsprodukt, ändern Sie die Abrechnungshäufigkeit und aktivieren Sie das Auftragsprodukt dann wieder.
  • Bei Auftragsprodukten von Rechnungsplänen wird das Feld "Ausstehender Abrechnungsbetrag (ohne Steuern)" nicht ausgefüllt.
  • Aus Rechnungsplanposten erstellte Rechnungsposten berechnen keinen Stückpreis. Der Stückpreis wird aus der Summe der Abrechnungstransaktionen zugewiesen.

Abrechnungspläne und Abrechnungstransaktionen

Abrechnungspläne und -transaktionen bestimmen, wie Salesforce Billing ein Auftragsprodukt in Rechnung stellt. Wenn Sie ein Auftragsprodukt mit einer von einem Rechnungsplan festgelegten Abrechnungshäufigkeit in Rechnung stellen, erstellt Salesforce Billing einen Abrechnungsplan, der für jeden Rechnungsplanposten Abrechnungstransaktion-Datensätze enthält. Eine Abrechnungstransaktion zeigt an, wie viel Sie basierend auf der Beziehung zwischen dem Startdatum des Rechnungsplanpostens und dem Start- und Enddatum Ihres Auftragsprodukts in Rechnung gestellt haben. Der Abrechnungsplan-Datensatz zeigt den Gesamtbetrag, der für dieses Auftragsprodukt basierend auf allen zugehörigen Rechnungsplanposten in Rechnung gestellt wurde.

Hinweis
Hinweis Wenn Sie eine Abrechnungstransaktion in Rechnung stellen, kopiert Salesforce Billing die Daten aus der Abrechnungstransaktion in den Rechnungsposten. Nichts wird berechnet. Der Betrag wird in die Zwischensumme und den Stückpreis kopiert. Die Menge wird in das Mengenfeld im Rechnungsposten kopiert. Die Abrechnungstransaktion muss eine Menge aufweisen.

Angenommen, Sie verfügen über ein wiederkehrendes Auftragsprodukt mit einem Wert von 1.000 EUR. Das Auftragsprodukt ist an einen Rechnungsplan gebunden, der einen Monat nach Auftragsproduktaktivierung 20 % und den Rest zwei Monate nach Aktivierung in Rechnung stellt. Wenn Sie die Rechnung erst nach einem Monat erstellen, erzeugt Ihr Rechnungsplan einen Abrechnungsplan mit zwei Abrechnungstransaktionen. Die erste Abrechnungstransaktion hat einen Betrag von 200 EUR und die zweite Abrechnungstransaktion einen Betrag von 800 EUR. Da Sie jedoch den zweiten Abrechnungsmonat noch nicht erreicht haben, hat Ihre zweite Rechnungstransaktion den Status "Ausstehend" und einen in Rechnung zu stellenden Betrag von 800 EUR. Ihr Abrechnungsplan berücksichtigt diese Daten mit dem Feld "Abgerechneter Betrag" von 200 EUR. Wenn Sie nach zwei Monaten erneut in Rechnung stellen, entfallen auf Ihre zweite Abrechnungstransaktion die restlichen 800 EUR.

Ihre Rechnung weist für jede Abrechnungstransaktion einen Rechnungsposten mit dem Status "Abgerechnet" auf.

Beispiel
Beispiel Schauen wir uns eine grafische Darstellung des dynamischen Rechnungsstellungsprozesses an. Dieses Beispiel zeigt ein Auftragsprodukt, bei dem 50 % bei Aktivierung und 50 % einen Monat nach Aktivierung in Rechnung gestellt werden.

Diagramm mit einem Beispiel einer Objektbeziehung bei der dynamischen Rechnungsstellung

Beispiel
Beispiel Ihr Unternehmen bietet die Installation und Verwaltung von Großrechnern an. Sie haben diese Dienstleistungen mit folgender Vereinbarung zur Aufteilung der Rechnung an einen Kunden verkauft.
  • 20 % des Rechnungsbetrags nach den ersten 10 Tagen
  • 50% des Rechnungsbetrags nach dem ersten Monat
  • Eine Rechnung über den Rest Ihrer Aufwendungen nach sechs Monaten
Der Auftrag für dieses Geschäft umfasst die folgenden Auftragsprodukte. Alle Auftragsprodukte sind wiederkehrend und werden im Voraus in Rechnung gestellt, wobei die Abrechnungshäufigkeit auf "Rechnungsplan" festgelegt ist.
Auftragsprodukt
NameGesamtpreisStartdatumEnddatumNächstes Rechnungserstellungsdatum
Projektanpassung 1.200 EUR 01.01.2018 31.12.2018 20.05.2018

Für diesen Rechnungsstellungsprozess erstellen Sie einen Rechnungsplan. Beginnen Sie mit einem aktiven Rechnungsplan, der bei Auftragsproduktaktivierung Abrechnungspläne erzeugt. Legen Sie als Nächstes Rechnungsposten an. Bei allen Posten muss der Leistungszeitraum bei der Auftragsprodukterstellung beginnen. Das Feld "Ende des Leistungszeitraums" muss auf "Erstellen ohne Datum" festgelegt werden.

Rechnungsplanposten
NameTypProzentsatzAbstand des AnfangsdatumsEinheiten für Abstand des AnfangsdatumsVerarbeitungsreihenfolge
20 Prozent Prozent 20 % 10 Tage 1
50 Prozent Prozent 50% 1 Monate 2
Restbetrag 6 Monate 3

Sie stellen den Auftrag am 31.03.2018 in Rechnung. Mit Ihrem Rechnungsplan wird ein Abrechnungsplan mit drei Abrechnungstransaktionen generiert. Da der sechste Monat noch nicht abgelaufen ist, werden nur die ersten beiden Abrechnungstransaktionen in Ihrem Zeitplan in Rechnung gestellt.

Abrechnungstransaktionen
NameStatusBetragAbzurechnender BetragRechnungsplanpostenRechnungsposten
20 Prozent Abgerechnet 240 EUR 240 EUR 20 Prozent Rechnungsposten erstellt
50 Prozent Abgerechnet 600 EUR 600 EUR 50 Prozent Rechnungsposten erstellt
Restbetrag Ausstehend 360 EUR 360 EUR Restbetrag Rechnungsposten wird nicht erstellt
  • Erstellen eines Rechnungsplans und Einrichtung von Abrechnungsverfahren
    Erstellen Sie einen Rechnungsplan und ordnen Sie ihn einem Abrechnungsverfahren zu. (Verwaltetes Salesforce Billing-Paket)
  • Abrechnung von Meilensteinen
    Mithilfe von Rechnungsplänen können Sie Ihren Kunden als Reaktion auf Meilensteine Rechnungen stellen. Ein Meilenstein ist ein geplantes Ereignis, das die Erbringung einer wesentlichen Leistung mit sich bringt. (Verwaltetes Salesforce Billing-Paket)
  • Wöchentliche Abrechnung mit Rechnungsplänen
    Mithilfe von Rechnungsplänen können Sie Ihren Kunden auf der Grundlage wöchentlicher Zeitpläne Rechnungen stellen. (Verwaltetes Salesforce Billing-Paket)
  • Rechnungspläne für kundenspezifische Abrechnungshäufigkeiten
    Mithilfe von Rechnungsplänen können Sie Abrechnungspläne erstellen, die von den üblichen Abrechnungshäufigkeiten wie monatlich oder vierteljährlich abweichen. So können Sie beispielsweise Ihre erste Transaktion zehn Tage nach dem Verkauf und Ihre zweite Transaktion zwei Monate danach durchführen. (Verwaltetes Salesforce Billing-Paket)
  • Überschreiben von Abrechnungstransaktionen
    Sie können für Ihre Abrechnungstransaktionen das Zieldatum und den Betrag überschreiben. Dies ist nützlich bei der Abrechnung nach Meilensteinen, wenn ein Vertriebsmitarbeiter Konditionen neu verhandelt hat und eine bereits von Ihnen angelegte Rechnungsstellungseinrichtung ändert. (Verwaltetes Salesforce Billing-Paket)
  • Stornieren von Auftragsprodukten mit Rechnungsplänen
    Wenn Ihr Abrechnungsverfahren auf einen Rechnungsplan für neuen Auftrag verweist, ist auch ein Rechnungsplan für Stornierung erforderlich. Wenn Sie ein Auftragsprodukt stornieren, das durch ein Abrechnungsverfahren mit diesen beiden Verweisen abgedeckt ist, erstellt Salesforce Billing einen Abrechnungsplan und führt Abrechnungstransaktionen auf Grundlage Ihres Rechnungsplans für Stornierung durch. (Verwaltetes Salesforce Billing-Paket)
 
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